Kalabrien liegt ganz im Süden, an der Stiefelspitze Italiens – eingerahmt vom Tyrrhenischen und Ionischen Meer. Die Region ist geprägt von Bergen, ursprünglicher Natur und einem langsamen Rhythmus. Dazwischen: kleine Orte mit viel Geschichte, weite Olivenhaine und stille Strände. Für Familien mit Kindern ist Kalabrien noch ein echter Geheimtipp und bietet viele Möglichkeiten: Baden in klaren Buchten, entspannte Bootstouren, Wandern durch dichte Wälder oder das Entdecken alter Klöster und Fischerdörfer.
Ein Wegenetz mit über 1500 Kilometern Länge zieht sich durch ganz Kalabrien – vorbei an Klöstern, Kapellen und Dörfern. Für Familien empfehlen sich kurze Teilstücke, z.B. rund um Gerace oder Badolato. Wer gern gemeinsam unterwegs ist, findet hier gute Wege durch naturbelassene Landschaften.
Die Cascate del Marmarico zählen zu den höchsten Wasserfällen Kalabriens – ein beeindruckender Wasserstrom, der in ein natürliches, schattiges Becken in einem Wald fällt. Der Weg dorthin ist teils steil, aber lohnend: Rund zwei Stunden geht es durch Wald, Fels und grünes Dickicht – wild, abwechslungsreich und ein echtes kleines Abenteuer. Wer es gemütlicher mag, kann einen Teil der Strecke mit dem Jeep-Shuttle zurücklegen. Ideal für Familien mit größeren Kindern oder Jugendlichen, die gern draußen unterwegs sind. Und wer mutig ist, taucht am Ende ins klare, kalte Wasser am Fuße des Falls.
Im Süden Kalabriens erstreckt sich eine ursprüngliche Bergwelt, die wie geschaffen ist für kleine Abenteuer. Im Nationalpark Aspromonte wechseln sich schattige Wälder, steinige Höhenzüge und grüne Hochebenen ab. Auf den Wegen begegnet man uralten Bäumen, kalten Gebirgsbächen und mit etwas Glück auch Tierspuren von Wildkatzen und Greifvögeln. Für Familien mit größeren Kindern gibt es viele gut begehbare Routen, die durch abwechslungsreiche Landschaften führen: mal entlang eines Flusses, mal hinauf zu einem Aussichtspunkt mit Weitblick. Auch spannend: Unterwegs liegen kleine Bergdörfer, manche noch bewohnt, andere seit vielen Jahren verlassen.
Ein Bootsausflug führt hinaus auf offenes Meer zu einer Insel, die noch lebt. Der Vulkan Stromboli zeigt sich meist ruhig, doch regelmäßig leuchten kleine Ausbrüche rot am Nachthimmel. Besonders abends, wenn man vom Boot aus den Feuerkegel sehen kann, wird dieser Ausflug unvergesslich.
Vor der Küste liegt ein kleiner Felsen im Meer – die Isola di Dino, dicht bewachsen und geheimnisvoll. Rund um die Insel verbergen sich Grotten und Höhlen, durch die das Licht flimmert z.B. die Grotta Azzurra und die Grotta del Leone. Bootstouren rund um die Insel sind ideal für Familien mit größeren Kindern. Wer genau hinsieht, entdeckt Fische, Seeigel, Korallen – und manchmal nur den eigenen Schatten unter der Oberfläche.
Der Arcomagno ist eine kleine, geschützte Badebucht, vom Meer aus verborgen hinter einem natürlichen Steinbogen. Der Zugang ist nicht ganz einfach, aber gut planbar: Am sichersten und familienfreundlichsten ist der Weg über das Wasser. Wer möchte, mietet in der Nähe ein Tretboot und fährt durch den Bogen in die geschützte Bucht hinein. Der Zugang zu Fuß führt über einen schmalen Pfad, der teils steil und felsig ist. Mit älteren, trittsicheren Kindern ist der Weg zum Arco Magno aber gut machbar, wenn gutes Schuhwerk, freie Hände und Vorsicht mit dabei sind.
VAMOS-Tipp: Gut kombinierbar mit einem Ausflug zum Inselchen Dino.
Kalabrien hat keine durchgehenden Strandpromenaden. Stattdessen findet man Buchten wie Rückzugsorte, weite Ufer ohne Lärm, kleine Plätze für große Erlebnisse. Manche sind mit dem Auto erreichbar, andere fordern ein paar Schritte – aber lohnen sich umso mehr. Hier eine Auswahl, die besonders gut zu Familien passt, die Ruhe, Natur und Ursprünglichkeit schätzen.